Zwischenfazit zum Nanocamp und meine Tipps zum Erfolg dessen

Ihr Lieben ♥,

Ich möchte euch hier mal über meine derzeitigen Erfahrungen zum Nanocamp im April auf dem Laufenden halten. Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal dran teilgenommen, sonst war ich immer erfolgreiche Teilnehmerin des Nanowrimos im November.

Kurz worum es eigentlich geht: Im Gegensatz zum November setzt man sich ein eigenes Wortziel und sieht dann zu, dieses innerhalb von 30 Tagen zu erreichen.  Mein Wortziel liegt bei 30 000 Wörtern. Das wundersame ist, zu vor lag mein Wortziel noch bei 10 000 Wörtern, ich war froh, wenn ich 100-300 Wörter täglich schrieb, schließlich hatte ich nur wenig Motivation übrig. Einfach deswegen, weil ich trotz meiner Semesterferien noch sehr eingespannt bin unimäßig und aufgrund der Fotografie nicht all zu viel Zeit zur Verfügung habe. Dazu muss ich auch sagen, dass ich es nicht gewöhnt bin, regelmäßig zu schreiben. Regelmäßig nur in dem Sinne, wöchentlich an seinem Romanprojekt zu arbeiten, alle paar Tage etc, aber nicht täglich. Zumindestens halte ich das meistens nicht lange durch. Aber dann saß ich da und dachte mir:

Wenn ich mein Projekt schon eher beenden könnte, wenn ich nur die nötige Disziplin und Ehrgeiz mitbrächte, wieso sollte ich das nicht tun?

Denn eigentlich sah es mein Jahresplan vor, bis Ende September oder frühestens Ende August mit meiner Rohfassung fertig zu sein, etwas anderes traute ich mir durch etwaige Durchhänger und Stressfaktoren nie zu. Und wo stehe ich jetzt? Bei 10 000 Wörtern, die mir laut Theorie noch zu meinem Ende meines Romanes fehlen, vielleicht +/- 3000. Ich habe also nur noch sieben Kapitel vor mir und wenn alles so verläuft, wie es das bisher tut, werde ich meine Rohfassung Ende April fertig schreiben!

Alleine schon die Möglichkeit, die Tatsache, dass ich so kurz vorm Ziel stehe, dass ich so nah dran bin an meinem Traum, endlich fertig zu werden, ist unbeschreiblich. Derzeit besitzt meine Rohfassung 90 000 Wörter, so weit habe ich es noch nie geschafft. Ich bin nämlich perfekt im aufschieben und neu anfangen von Romanprojekten [darüber wird es auch noch einen Blogbeitrag geben], ich bin mir sicher, hier gibt es einige, die dieses Gefühl kennen 😀

Jedenfalls ist mein tägliches Wortziel 1300 Wörter. Ich bin aber auch erst später im April angefangen, weil ich mir am Anfang nicht sicher war, ob es sich überhaupt lohnt mit zu machen. Gut, dass ich mich dafür entschieden habe, das war das Beste, was ich machen konnte!

Hier seht ihr mal meine Statistik, momentan bin ich bei 17405 Wörtern.

statistik

Meine niedrigsten Wortzahlen lagen an einem Tag bei 362 am ersten Tag und meine höchsten bei 3600 vorgestern. Und nein, heute habe ich noch nichts neues geschrieben, dabei bin ich eigentlich morgens am produktivsten. Aber da musste ich leider raus zum fotografieren, ich liebe die Lichtstimmung früh morgens! 🙂

So, ich bin also selbst erstaunt, wie gut es derzeit läuft! Aber ich denke, wenn man genug geplottet hat und immerzu weiß, was als nächstes passieren soll, geht es viel leichter und schneller von der Hand. Daher hier meine ultimativen Tipps, wie es gut funktioniert und was sich derzeit sehr gut bewährt hat, um sein Ziel zu erreichen (einige dürften ihr sicherlich schon kennnen):

  1. Eine Tabelle oder Kalender zur Hand haben, an dem man sein Wortziel jeden Tag abhaken oder so wie ich mit einem kleinen Sticker versehen kann. Das hilft zur visuellen Motivation.
  2. Schnell schreiben. Etwas, was man sich sicherlich antrainieren kann, ich persönlich bin auch eine Schnellschreiberin. Bei sogenannten Word wars liegt mein Durchschnitt in 30 Minuten zwischen 1000 und 1200 Wörtern. Es erspart einem einfach Zeit. Das bringt mich auch gleich zum nächsten Punkt:
  3. Word Wars. Oder auch Challenges, Wortgefechte genannt. Tretet gegeneinander an, battelt euch, stoppt die Zeit und versucht dann in möglichst kurzer Zeit möglichst viel zu schreiben. Es spornt mich immer ungemein an, wenn ich jetzt nicht für mich alleine schreibe, sondern weiß, dass man im Grunde gemeinsam schreibt.
  4. Herausfinden, zu welcher Tageszeit man sich am besten konzentrieren kann. Ich habe für mich einfach festgestellt: ich bin ein Morgensmensch. Das heißt direkt nach dem Aufstehen bis zur Mittagszeit bin ich am produktivsten, egal ob es sich dabei ums Schreiben, Dinge fürs Studium oder andere zu erledigende Sachen handelt. Nachmittags und abends nimmt meine Trägheit eher Überhand 😉 Außerdem kann man dann auch direkt mit einem Erfolgserlebnis in den Tag starten.
  5. Deine Mitmenschen um dich herum vorwarnen, dass du so viel schreiben wirst. Es stört ungemein und reißt einen ziemlich aus seinem derzeitigen Kontext heraus, wenn ständig deine Mitbewohner, Mutter oder Freunde in dein Zimmer kommen, während du gerade an einer wichtigen Szene hockst.
  6. Die richtige Musik. [darüber wird es auch noch einen Blogbeitrag geben] Ich besitze extra mehrere über Jahre hinweg gesammelte und angelegte Playlisten, um in die richtige Stimmung zu kommen und ohne Musik würde gar nichts laufen.
  7. Erzähle anderen vom Nano und deinen Zielen. Ich habe das sowohl auf Facebook verkündet, als auch anderweitig und hier ist es nun auch öffentlich. Man will ja nicht andere enttäuschen, oder? Auch wenn es schlimmeres gibt, als sein Wortziel nicht zu erreichen, so lässt sich leichter das Handtuch werfen, wenn man alleine für sich in seinem Kämmerchen schreibt.
  8. Schaue, was für ein Plotmensch du bist. Es macht einen erheblichen Unterschied, ob du eher so planlos drauf los schreibst oder jeden Dialog minitiös plottest. Ich selbst bin ein Zwischending, aber ich muss wissen, was im nächsten Kapitel passiert. Wenn es dir genauso ergeht und du dann aber nichts geplant hast, stehst du dir nur selbst im Weg.
  9. Die erste Rohfassung muss nicht zwingend gut sein, am besten wird sie durch die Überarbeitung. Ich habe zunehmend auch von einigen die Aussage gehört, ich kann nicht so viel schreiben, ich muss korrigieren, das passt nicht, das ist nicht perfekt usw. Natürlich juckt es einen bei Wortwiderholungen oder ungenauen Formulierungen in den Fingern, sich daran zu setzten. (Auch wenn ich kein Fan der Überarbeitung bin). Aber es geht erstmal nur darum, seine Gedanken aufs Papier zu bringen und dabei den inneren Kritiker auszuschalten, den Perfektionsismus auch gleich mit in eine Kiste zu verpacken und erst nach dem Nano wieder zu öffnen.  Und dann einfach schreiben. Schreiben. Schreiben.

Ich denke diese Punkte sind auch gerade für die Leute hilfreich, die höherere Ziel haben, ich kenne einige mit 100 000 Wörtern, da gibt es nach oben keine Grenze und der Durchschnitt schreibt mit angestrebten 50 000 Wörtern.

Jetzt seid ihr gefragt! Könnt ihr meine Tipp-liste noch ergänzen? Wie geht ihr so einen Nano an? Was ist eurer Schreibziel und wie läuft es bisher bei euch so? 🙂

signatur 1

 

Advertisements

2 Gedanken zu “Zwischenfazit zum Nanocamp und meine Tipps zum Erfolg dessen

  1. Oh, auf die unterschiedlichen Playlisten bin ich ja mal gespannt. Ich persönlich besitze „nur“ ein Sammelsurium an Lieder, die für mich immer beim Schreiben funktionieren und dieses wird dann nur um neue Entdeckungen ergänzt. Oder um Songs auf die ich aktuell gerade Lust habe.

    Gefällt 1 Person

    1. Hehe Dankeschön 🙂 Ja, der Artikel wird ein wenig länger dauern, weil ich noch nicht so ganz weiß, wie ich das am besten mache, deswegen mal schauen 🙂 Ja, das sowieso. *auf mein Handy schiel* Danke dir für deinen Kommentar, freut mich sehr! 🙂

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s