Rezension: Das gefallene Mädchen: Wasser, Debütroman von Viola Waldner

Hallo ihr Lieben,

heute gibt es mal was ganz anderes von mir, nämlich eine Buchrezension und noch dazu in einem Genre, das ich eigentlich gar nicht lese! Wenn das nicht mal spannend ist 😀

Bei diesem Werk handelt es sich um den Debütroman der Autorin Viola Waldner und ich habe ihn gerne getestet. Ich sage gleich direkt vorweg: ich habe den Roman tatsächlich nicht zu Ende gelesen. Das mag weniger an den Schreibkünsten der Autorin liegen, sondern mehr am Genre bzw dem Inhalt, der einfach nichts für mich ist. Und da ich auch nur 24 Stunden am Tag zur Verfügung habe, bin ich mittlerweile sehr kritisch geworden, ob ich ein Buch auch zu Ende durchziehe oder es lieber lasse. Aber dennoch möchte ich euch gerne meinen Eindruck schildern! Los gehts!

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Daten und Fakten:

 

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 2200 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 495 Seiten
  • Genre: BDSM

Klappentext:

Der renommierte Psychiater Doktor Hahn heilt Seelen nicht nur – er zerstört sie auch.
In seiner BDSM-Sekte gilt Gerhard als besonders erfahren und konsequent. Dieser bekommt einen reizvollen Deal in Aussicht gestellt: Vollbringt er eine schier unlösbare Aufgabe, wird er zum mächtigsten Mann der Gruppe befördert. Der Job? Er soll die radikale Feministin Vanessa unterwerfen.
Besessen davon, Hahn alle Macht abzuringen, nimmt er die Herausforderung an – und gerät in einen Sog menschlicher Abgründe …

Ein tiefgehender Roman über Lust, Gewalt und zartes Vertrauen – mit psychologischen und sozialkritischen Elementen.

Über die Autorin:

 

Viola Waldner wurde in den späten 80ern geboren und lebt mit ihrem Verlobten in Österreich. Schon in jungen Jahren war sie der Kunst, vor allem dem Schreiben, zugetan.
Seit ihrer Jugend gilt ihr Interesse sozialen, psychologischen und gesellschaftlichen Themen. Dank ihres Pädagogikstudiums und diversen ehrenamtlichen Tätigkeiten erlangt sie immer wieder spannende Einblicke in die Lebenswelten anderer Menschen. Zu ihren Interessensgebieten zählen außerdem (Sub-)Kulturen, Reiten, Musik, gute Filme und auch der ein oder andere Bereich des BDSM-Spektrums.
Mit ihrem Debüt „Das gefallene Mädchen“ verknüpft sie einige ihrer Interessen zu einem fiktiven, zeitgenössischen Roman.

Die Charaktere:

Meiner Meinung sind der Psychiater Doktor Hahn und die Feministin Vanessa am wichtigsten. Zu Beginn werden wir aber mit Gerhard eingeleitet, der einer Gemeinschaft angehört 😉 Und genau das war für mich der sehr schwierige Knackpunkt.

Wie ihr wisst, habe ich abgebrochen und nun verrate ich euch auch wieso.

Meine Meinung:

Ich werde auf ein zwei inhaltliche Aspekte näher eingehen, daher ACHTUNG SPOILER!

Das Buch ist an sich nicht schlecht geschrieben. Die Autorin nutzt gerne Metaphern und schreibt alltagsnah und authentisch. Auch treten von Anfang an Bezüge zum Genre auf (so wie es sich ja auch gehört ;)), mit denen ich aber gut leben konnte. Am Anfang des ersten Kapitels musste ich echt schmunzeln, als für einen kurzen Moment ein Tatort ein wenig auf die Schippe genommen wurde und man so auch mehr über den Charakter erfährt, das war clever gemacht.Da will ich hier auch direkt einen kleinen Textauszug posten:

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Manche Sätze oder Satzfolgen waren etwas anstrengend zu lesen und Infodump schlich sich auch hier und da mal ein, aber das will ich mal nicht überbewerten.

Für mich ausschlaggebend war die Tatsache, dass die Autorin direkt im ersten Kapitel einen Hammer raushaut, den man erst mal verarbeiten muss. Es steigt sozusagen direkt in die Vollen ein, ist nicht zimperlich und beschönigt nichts. Solch ein Einstieg ist natürlich mutig. Einerseits, weil man damit genrefremde Leser schnell verschrecken können, da man so etwas normalerweise nicht direkt im ersten Kapitel zu lesen bekommt, anderseits da man vielleicht noch keine Empathie aufbringen kann, weil man die Charaktere noch nicht so gut kennt. Ich sage nicht, dass diese Handlung in jedem BDSM Roman Pflicht ist, aber wie gesagt, ich hatte sie nicht direkt am Anfang erwartet und schon gar nicht das Gefühl, die Handlung sei okay. Um nicht mehr länger um den heißen Brei zu reden: Am Ende des ersten Kapitels entsteht so eine Art Vergewaltigung mit der als neue Sklavin gehaltenen Frau. Es wird zwar angedeutet, dass da nicht jeder mit konform geht, aber im Grunde geschieht das nur zwischen den Zeilen, sodass er unter allen anderen als etwas nahezu normales und alltägliches erscheint. Das hat mich so angewiedert, dass ich tatsächlich nicht weiter lesen konnte, zumal ich wie gesagt mit einigen anderen Handlungen und Settings auch nichts anfangen konnte. Man muss sich in die Situation hineinversetzten können und nicht denken „sind die bescheuert?!“. Natürlich kann ich zu weiteren Charakterentwicklungen nichts sagen, das müsstet ihr dann selbst lesen 🙂

Insgesamt also ein lesenswertes Buch, aber man sollte wissen, worauf man sich einlässt.

Für alle, die jetzt neugierig geworden sind oder sich anderweitig weiter informieren wollen:

Hier gehts zur Amazonseite ihres Buches und hier zur ihrer Facebookseite

Also was meint ihr? Wollt ihr das Buch lesen? Was haltet ihr davon inhaltlich?

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